Lesetipp

Unser Lesetipp
Zwischen Ende und Anfang
Mojes, Jojo
Willkommen bei den Kennedys, einer ganz normalen Familie: Lila hat gerade einen Beziehungsratgeber geschrieben, als sie herauszufindet, dass ihr Mann bei einer anderen Frau sein Familienglück sucht. Bill, ihr Stiefvater, ist anscheinend klammheimlich bei ihr eingezogen. Celie, Lilas Älteste, hasst die Schule. Sie hasst sie so sehr, dass sie aufgehört hat hinzugehen. Ihre Mutter hat davon leider keine Ahnung. Violet ist neun und singt altersunangemessene Rap-Songs, lacht über Furzwitze, und Lila hofft inständig, dass sie sich niemals, niemals ändern wird. Als dann auch noch Gene auftaucht - Lilas entfremdeter Vater, und ganz und gar nicht das, was man ein gutes Vorbild nennt -, ist das Chaos perfekt. Doch manchmal bringen einem gerade die Menschen, die einen am meisten in den Wahnsinn treiben, bei, was es bedeutet, eine Familie zu sein ...

Autor des Monats
Alt genug
von Kürthy, Ildikó
Sie ist endlich alt genug. Alt genug für bequeme Unterwäsche und für unbequeme Wahrheiten. Sie lacht nicht mehr über jeden blöden Witz. Sie weiß, wohin sie nicht gehört und ist so frei wie nie. Frei, zu bleiben. Frei, zu gehen. Manchmal wünscht sie sich , sie wäre schon früher so alt und so mutig gewesen wie jetzt. Aber es hilft ja nichts. Reifen kann man nur mit der Zeit. Auch für dieses Buch musste sie erst alt genug werden: Ildikó von Kürthy hat sich in innere und äußere Ausnahmezustände begeben, hat eine Menge Mut aufgebracht, ist immer wieder gescheitert, hat sich als Topmodel beworben, sich vom Grab ihrer Eltern verabschiedet und ist nachts in New York sich selbst begegnet. In diesem Buch feiert Ildikó von Kürthy die Kraft der Lebensmitte, das Wunder des Mittagsschläfchens und das kostbare Gefühl, dass wir mit all unseren Ängsten, Ideen, Zweifeln, den schmerzhaften Abschieden und der wuchtigen Gleichzeitigkeit von Licht und Schatten nicht alleine sind.

Tipp des Monats
Die Löwenmutter
Lind, Hera
München, 1985: Die junge Claudia Baumgartner lernt den sieben Jahre älteren Flötisten Florian Moser kennen und lieben. Das junge Paar bekommt Fünflinge, die als Frühchen auf die Welt kommen. Zwei der Babys sterben nach wenigen Monaten. Claudia kämpft wie eine Löwin, um ihrer Familie das optimale Zuhause zu bieten. Sie bekommt noch eine weitere Tochter, Julia, und nimmt ein Pflegekind auf, das türkische Mädchen Merve. Doch Florian, der eine bipolare Störung hat, wird zunehmend aggressiv, hat Affären und zwingt Claudia zu mehreren Umzügen quer durch die ganze Republik. Ausgerechnet im Umzugsunternehmer Didi findet Claudia einen treuen Freund - und später einen verlässlichen neuen Partner, als sie sich endlich von Florian trennt. Didi ist es schließlich auch, der Claudia eine späte Heimat schenkt, mit dem Kauf des Hauses in Bergheim, in dem sie sich einst am wohlsten fühlte.